undsonstso #99

Themen

wir starten in den undsonstso-Herbst – mit einer Schnapszahl, einem Ort, den ihr in der aktuellen Form nur noch diesen Donnerstag so erleben könnt, und mit zwei tollen Speaker*innen, deren Arbeit sich mit der Zukunft unserer Stadt beschäftigt. So weit in Kürze! Ganz konkret heißt das:

Wir laden euch herzlich zum undsonstso #99 am kommenden Donnerstag, den 1.10.2020 in den ehemaligen Betriebssaal der DREWAG auf dem alten DREWAG-Gelände (Ein Hammer-Saal. Hier findet ihr ihn! Eingang ist von der neu entstandenen Makarenko-Straße auf dem alten DREWAG-Gelände, rechts neben dem Krokodilhaus. Wir schildern großzügig aus – versprochen!) Von ihren aktuellen Projekten und Vorhaben werden an diesem Abend Mai Hong Trang und Markus Egermann berichten, die beide in ihrer Arbeit die Zukunft unserer Stadt im Blick haben – in Form von Fragen wie z.B.: Wie kann gesellschaftliches Zusammenleben zukünftig so organisiert werden, dass das globale ökologische System dauerhaft regenerationsfähig bleibt? Wie kann urbanes Leben auf engstem Raum in Zukunft aussehen? Wie können alternative Wohnkonzepte architektonisch gestaltet sein und wie sind sie sozial organisiert? Rede und Antwort zu diesen und natürlich euren Fragen werden Mai Hong Trang und Markus Egermann am Donnerstag Abend stehen. Und Schadi von der KAWA Espressobar aus dem Hecht schmeißt die Bar am Donnerstag. Diese vielen Argumente müssen reichen, damit ihr am Donnerstag vorbei kommt. : )

Wir freuen uns auf euch!

Referenten

// Micro Spaces | Mai Hong Trang

Mai, Hong Trang ist gebürtige Hallenserin mit vietnamesischen Wurzeln.
Einen viel spannenderen Arbeitsalltag als übergreifend zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zu agieren, kann sie sich kaum vorstellen. Nach einem Einblick in die Bauabteilung des Sächsischen Innenministeriums, arbeitet sie heute als Projektmanagerin in einem Dresdner Unternehmen. Dort betreut sie Architektur- und Kunstwettbewerbe oder konzipiert Workshopstrategien. Gleichzeitig arbeitet sie als Wissenschaftlerin bei der „Wissensarchitektur“ an der TU Dresden. Bereits seit dem Architekturstudium interessiert sie sich für urbanes Wohnen auf engstem Raum. Daher erforschte sie in ihrer Diplomarbeit die Akzeptanz von flächenreduziertem Wohnraum. Ihre Arbeit wurde mit dem Preis der Sächsischen Bauindustrie ausgezeichnet. Spannende Einblicke bekam Mai auch während ihrer Arbeit in einem Architekturbüro in Ho-Chi-Minh-City oder durch Projekte mit japanischen Partneruniversitäten. Mit Fragen wie diesen möchte Mai sich auch künftig beschäftigen: Wie möchten Stadtmenschen in Zukunft wohnen? Wie können alternative Wohnkonzepte architektonisch gestaltet sein und wie sind sie sozial organisiert?

// Leibniz-Institut für ökologische Raumforschung | Markus Egermann

Markus Egermann ist Transformationsforscher am Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung in Dresden und leitet dort den Forschungsbereich „Nachhaltigkeits-Transformation in Städten und Regionen“. Ihn treibt die Frage um, wie gesellschaftliches Zusammenleben zukünftig so organisiert werden kann, dass das globale ökologische System dauerhaft regenerationsfähig bleibt. Konkret erforscht er, wie der dazu notwendige tiefgreifende, systemische Wandel (z.B. Mobilitätswende, Energiewende, Ernährungswende) initiiert und beschleunigt werden kann, ohne dass dabei wichtige Grundwerte der freiheitlich, demokratischen Grundordnung gefährdet werden. Seine Erkenntnisse versucht er unmittelbar für die Stadt Dresden nutzbar zu machen. Er macht dies u.a. im Dresdner Zukunftsstadtprojekt, in dem es darum geht, dass die Bürger*innen der Stadt selbst aktiv werden und den Wandel zu mehr Nachhaltigkeit mitgestalten. Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft können und müssen zukünftig dabei eine viel größere Rolle spielen als bisher, indem sie einerseits sich selbst von unnachhaltigen und überholten Systemzwängen befreit und andererseits dabei hilft, einen ideologiefreien Diskursraum mit zu gestalten, der die Aufmerksamkeit und unser Handeln wieder auf die wirklich relevanten Dinge ausrichtet. Welche das sind, erzählt er bei uns zum undsonstso #99.

Impressionen

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Fotos: © Felix Schmitt